Wie sauber ist unser täglich Wasser wirklich?


Die massiv beworbene gute Qualität unseres Trinkwassers hält einer kritischen Betrachtung nicht stand; Globalisierung und andere unvermeidliche Sachzwänge machen einen ausreichenden Verbraucherschutz unmöglich.

Offizielle Stellen preisen in groß angelegten Werbekampagnen die hervorragende Qualität unseres Trinkwassers, des "am besten kontrollierten Lebensmittels" überhaupt.

Dass ein Wasserversorgungsunternehmen sein eigenes Produkt massiv bewirbt ist verständlich, aber dürfen wir die Aussagen der Werbung wörtlich nehmen? Auch die Annahme, dass es sich bei den
sogenannten "Stadtwerken" um kommunale oder staatliche Unternehmen handle, denen man mehr vertrauen könne als einem gewinnwirtschaftlich arbeitenden Unternehmen des freien Marktes, trügt: Seit Jahren zwingt die nicht einzuholende Staatsverschuldung die öffentliche Hand, einen Betrieb nach dem anderen zu privatisieren.

Privatisierung der Wasserversorgung


Fast alle Wasserversorgungsunternehmen sind mittlerweile an private Unternehmen verkauft - in den meisten Fällen an ausländische Großkonzerne und Bankenkonsortien. Wie wenig man sich auf den Verbraucherschutz in Zeiten der Globalisierung und der damit einhergehenden Unterhöhlung staatlicher Souveränität verlassen kann, zeigen die Lebensmittelskandale der letzten Jahre deutlich.
Es vergeht kaum eine Woche, in der die Medien nicht eine besorgnis-erregende Meldung verbreiten über Schadstoffe in Nahrung und Trinkwasser.

Aber damit nicht genug:


Umweltschützer wettern schon seit langem, dass die Grenzwerte für Schadstoffe im Trinkwasser willkürlich und fast immer viel zu hoch angesetzt werden. Darüber hinaus stoßen immer mehr Wasserwerke an diese Grenzwerte und können dann - wenn sie die Wasser-versorgung nicht ganz einstellen wollen - mit Ausnahmegenehmigungen weiterarbeiten, die ihnen erlauben, bestimmte Schadstoffgrenzwerte dauerhaft zu überschreiten.